Freitag, 24. Januar 2014

Die Bitcoin-Blase (Robert J. Shiller)

Von Ralf Keuper

Während die einen in Bitcoin eine Revolution erkennen wollen, die das Banking und die Gesellschaft tiefgreifend verändern wird, sehen andere darin nur eine weitere Blase, wie jüngst Robert J. Shiller  (Bitcoin is a bubble - Nobel Laureate in Economics).

Für Shiller zeigt Bitcoin die typischen Symptome einer Spekulationsblase. Befeuert wird für ihn die Euphorie durch die enge Verbindung der Währung mit der Hoch-Technologie. Beide scheinen über schier unbegrenzte Möglichkeiten zu verfügen. Der Hype um Bitcoin hat für Shiller Parallelen zu den  "dunklen Zeitaltern". 

Mit seiner Meinung steht Shiller nicht alleine. Ende letzten Jahres äußerte Jesse Colombo in seinem Beitrag Bitcoin May Be Following This Classic Bubble Stages Chart ähnliche Bedenken. 

Kommentare:

  1. Nur ganz kurz: Natürlich kann es eine Bitcoin-Blase geben, wie damals die Dotcom-Blase. Möglicherweise sollte wir viel mehr auf das achten, was nach einer Blase kommen kann. Und immerhin hat sich das Internet nach der Dotcom-Blase doch zu einem sehr bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt - und nicht zu vergessen bedeutende gesellschaftlichen Einfluss erlangt.
    Ob die Dotcom-Blase ursächlich war, kann ich nicht beweisen. Als Hypothese würde es sicher aber eignen. Blasen wird es immer geben. Was dann folgt ist entscheidend.

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  2. Die wirtschaftliche Entwicklung wird häufig von Blasenbildung und dem Platzen von Blasen begleitet. Es spricht einiges dafür, dass sie notwendig sind, um neuen Technologien und Geschäftsmodellen zum Durchbruch zu verhelfen. Die Frage bleibt m.E. aber trotzdem, ob man daraus nicht doch etwas lernen und versuchen kann, (unnötige) Blasen frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen. Jetzt ist natürlich die Frage, was ist eine produktive und was eine unproduktive Blase? Die Blase an den Finanzmärkten, die dann ab 2007 platzte, ist für mich eine unproduktive Blase gewesen.
    Bei Bitcoin bin ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher. Allerdings glaube ich, dass Bitcoin in seiner jetzigen Form keine große Zukunft hat.
    Wovon ich allerdings überzeugt bin, ist, dass wir künftig eine oder vielleicht auch mehrere digitale Währungen bekommen werden. Ob die dann Bitcoin 2.0 heisst oder ob eine andere Währung wie Litecoin sich durchsetzten wird, steht dabei auf einem anderen Blatt.

    Interessant in dem Zusammenhang halte ich die Forschungen von Carlota Perez. http://www.finnov-fp7.eu/sites/default/files/FINNOV_DP2.12.pdf und Didier Sornette http://www.fuw.ch/article/die-notenbanken-pumpen-neue-blasen-auf/

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