Dienstag, 18. Februar 2014

Mobile Payments: USA auf der Suche nach dem Anschluss

Von Ralf Keuper

Es mag aus deutscher Sicht überraschend sein, dass ausgerechnet die USA dabei sind, technologisch den Anschluss in einer wichtigen Disziplin zu verlieren. Bei den Mobile Payments bleiben die USA jedenfalls deutlich hinter anderen Regionen in der Welt wie Skandinavien, Afrika und China zurück. In Europa ist neben Skandinavien auch Großbritannien bei den Mobile Payments dem "Kontinent" (vielleicht mit Ausnahme Österreichs) voraus. 
Kevin Wack betreibt in seinem Beitrag Why is our banking system so far behind? Ursachenanalyse. Nach Meinung einiger mit dem US-Markt vertrauter Bankexperten fehlt es in den USA an Führung bei den Mobile Payments. Noch am besten für die Führungsrolle geeignet sei die FED, die einen gemeinsamen Standard definieren bzw. vorgeben könnte. Im September vergangenen Jahres machte die FED mit dem Paper Payment System Improvement einen Vorstoss. 
Wack nennt als Vorbild u.a. swish aus Schweden. Damit eine Plattform für Mobile Payments Aussicht auf Erfolg hat, muss sie nach Ansicht eines führenden Vertreters der schwedischen Nordea Bank offen für alle sein. 

Dieser Ansicht scheint man auch in China zu sein. Dort wird gerade auf Basis von NFC die erste einheitliche nationale Plattform für Mobile Payments entwickelt

Ein Blick ins benachbarte Kanada dürfte für weitere Ernüchterung sorgen. Inzwischen akzeptieren 75 Prozent der großen kanadischen Einzelhändler das kontaktlose Bezahlen, weshalb es einige auch für das Land in der Welt halten, in dem Mobile Payments als erstes Wurzeln schlagen werden.  

Weitere Informationen:

US Banking falling behind P2P and B2B "Crowdfunded" Banking

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen