Donnerstag, 13. Februar 2014

New Banking: Und täglich grüßt der Roboter

Von Ralf Keuper

Da stecken die Smart-ATM's noch in den Kinderschuhen, da grüßt aus der Ferne bereits der Roboter. Am weltweit ersten Design Center für Finanzinstitutionen, dem 8012 Design Center von Polaris Financial Technology, wird eifrig an einem Roboter gebastelt, der das Bankgeschäft dereinst verändern könnte - er hört auf den Namen Robin. Das Magazin The Asian Age (Hello, I am Robin, how can I assist you?) zitiert Arun Jain, CEO von Polaris, mit der Aussage, dass Robin die Bankmitarbeiter unterstützt, indem er ein Foto von dem Kunden schießt und dessen biometrische Informationen gleich mit speichert. Sobald die Identität des Kunden verifiziert ist, gibt Robin automatisch eine Kundenkarte aus. Ähnliche "Erleichterungen" kann Robin auch der Versicherungsbranche bringen. 

Auch sonst befindet sich Robin technisch auf der Höhe der Zeit: Zu seiner Ausstattung zählen ein Finger Print Scanner, ein NFC Reader, ein Barcode Reader, ein Card issuer und ein credit/debit card reader.
So weit ich recherchieren konnte, ist Robin noch ein Prototyp. Ob und wann Robin in Serie geht, steht noch in der Sternen. 

Künftig dürfte das 8012 Design Center noch mit weiteren Neuerungen aufwarten. 

In der einen oder anderen Form werden Roboter, wie Assistenzsysteme, Einzug im Banking halten. Diese Entwicklung wird sich nicht nur auf die Industrie beschränken. Die Prognose wage ich. Ob uns demnächst Robin in der Filiale unserer Hausbank begrüßen wird, ist damit nicht gesagt. Für wegweisend halte ich die Forschungen am Cognitive Interaction Technology - Center of Excellence (CITEC) an der Universität Bielefeld. Dort arbeitet ein interdisziplinäres Forscherteam bereits seit Jahren an "humanoiden Robotern". Ein Stichwort, das in dem Zusammenhang häufiger fällt, ist das der "Manual Intelligence". Haptik und Gestik werden mehr noch als bisher im Banking, neben Spracherkennungssystemen wie Siri und Biometrischen Verfahren , Verbreitung finden. 

Wissenschaftler der Universität Eindhoven haben bereits ein "World Wide Web für Roboter" das sog. RoboEarth entwickelt. Darüber sollen Roboter miteinander kommunizieren und Erfahrungen austauschen können, wie Inside-IT vor einiger Zeit berichtete. Das ist schon mehr als nur Zukunftsmusik. 

Da erscheint es auch nicht mehr abwegig, dass schon jetzt eifrig über ein Roboterrecht diskutiert wird. An der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg existiert bereits die Forschungsstelle RobotRecht. 

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