Freitag, 7. März 2014

Fintech-Startups gehen in die nächste Phase über

Von Ralf Keuper

Auf Finextra wagte Michael Backes dieser Tage die Prognose, dass die Financial Technologies, und hier insbesondere die Startups, die Art und Weise, wie wir Geschäfte tätigen, in den kommenden fünf Jahren von Grund auf verändern werden. 

Dass die Fintech-Branche in eine neue Phase übergeht, zeigen verschiedene Meldungen der vergangenen Tage und Wochen. Das bisher spektakulärste Ereignis war die Übernahme von Bank Simple durch die spanische BBVA, dicht gefolgt von dem Kauf von IND durch Misys. 

Seitdem hält die Entwicklung unvermindert an, wie drei Meldungen allein aus dieser Woche verdeutlichen: So hat sich die australische Westpac über ihren Venture Capital Fund (Reinventure Group) an der P2P Kreditplattform SocietyOne beteiligt. Gestern wurde bekannt, dass Barclays 49% der P2P Kreditplattform RainFin übernommen hat, die zu den führenden ihrer Art in Afrika zählt. Und als wäre es damit vorerst nicht schon genug, ließ der amerikanische Hersteller von Bankensoftware, Jack Henry, mitteilen, dass er das Startup Banno übernommen hat. 

Neben Westpac sind an der P2P Plattform SocietyOne übrigens auch die Gebrüder Samwer über Rocket Internet beteiligt. Ein weiterer Investor ist KKR. Als Grund für ihr Investment gibt Westpac u.a. an, dass die Bank auf diese Weise einen Einblick in die Entwicklung auf dem Feld der P2P-Finanzierung und den damit einhergehenden technologischen Innovationen, vor allem im Bereich der Matching-Technologies, bekommt. Daher lässt der Venture Capital Fund von Westpac die Startups an der langen Leine. So können sie weiterhin ihrem eigenen Rhythmus folgen und Gelegenheiten nutzen, die in einem Konzern leicht unbemerkt bleiben. 

Dem Beispiel von Westpac & Co. dürften in nächster Zeit noch weitere folgen. Die Prognose wage ich ;-) 

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