Samstag, 3. Mai 2014

Die Flash Boys und die Annahmen der Theorie effizienter Finanzmärkte

Von Ralf Keuper

Mit seinem Buch Flash Boys sorgt Michael Lewis derzeit für Furore. Selbst das Feuilleton schenkt dem Buch Beachtung, wie Tobias Kniebe in der Printausgabe der SZ vom 30. April/1. Mai 2014 (Die Herrscher der Black Box). 

Kniebe geht darin u.a. auf das Treiben der >heimlichen Herrscher der Black Boxes< ein. Schon längst spielt sich das Geschehen auf den Kapitalmärkten nicht mehr auf dem Parkett, sondern in riesigen Rechenzentren ab, die sich nicht weit weg von der physischen Börse befinden, so wie in Mahwah, New Jersey, nur einige Kilometer Luftlinie von der NYSE entfernt. 
Da es im Hochfrequenzhandel inzwischen häufig um Millisekunden geht, befinden sich all die Händler in einer komfortablen Ausgangsposition, die es geschafft haben, ihre eigenen Rechner in unmittelbarer Nähe zum Handelsrechner der Börse zu platzieren. 
Das kann dann dazu führen, dass einige Hochfrequenzhändler keinen Handelstag mit Verlust abschließen, d.h. ihnen gelingt es, den Markt tagtäglich ein Schnippchen zu schlagen.

Diesen Fall sieht die Theorie effizienter Finanzmärkte (Effizienzmarkthypothese) nicht vor. Ihr zufolge ist kein Marktteilnehmer in der Lage, den Markt dauerhaft zu schlagen. 

Nun ja, vielleicht nicht dauerhaft, dafür aber lange genug. Irgendwie hat man das Gefühl, dass hinter den Kulissen ein technisches Wettrüsten und ein permanenter Wettlauf um einen Platz an der Sonne stattfindet.   

Eine andere Sicht auf das Thema liefert Hendrik Ankenbrand in seinem Beitrag Keine Angst vor den Flash Boys. Interessant sind auch einige der Leserkommentare, wie dieser: Zu kurz gedacht

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