Freitag, 25. Juli 2014

Digitale Banken - Durchbruch mit dem "Atom-Modell"?

Von Ralf Keuper

Bis heute ist die Zahl von Banken, die ihre Dienstleistungen nur im Internet anbieten, überschaubar. Im kommenden Jahr will die Atom Bank in Großbritannien den Beweis antreten, dass eine reine Digitale Bank sich erfolgreich am Markt behaupten kann.
Bankgeschäfte werden immer häufiger über Smartphones und Tablet-PCs abgewickelt. Selten waren die Bedingungen zur Gründung einer Digitalen Bank, nach Ansicht von Chairman Anthony Johnson, daher so günstig wie heute. Die Atom Bank bietet die Produktpalette einer klassischen Retail-Bank an: Sparkonten, Darlehen und Kreditkarten. Selbst die Beratung und Vergabe von Hypothekendarlehen soll per Video erfolgen.
Mit einer angestrebten Cost-Income-Ratio (CIR) von weniger als 30 Prozent sieht die Atom Bank sich gut gerüstet für den Wettbewerb - eine ambitionierte Zahl. Zum Vergleich: bei der HSBC lag die Cost-Income-Ratio im vergangenen Jahr bei 59,5 Prozent, bei der Deutschen Bank bei 87,2 Prozent.

In einer Untersuchung zur Performance sog. "Limited Purpose Banks" aus dem Jahr 2005 kam Chiwon Yom noch zu einem ernüchternden Ergebnis für Internetbanken. So konnten sie zum damaligen Zeitpunkt die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.  
Einige der darin genannten Hürden muss auch die Atom Bank nehmen. 

Was die IT anbelangt, setzt die Bank als Core Banking - Lösung das Agility System von Fiserv, das als SaaS angeboten wird, ein. 

Sollte die Atom Bank erfolgreich am Markt bestehen, wäre das ein Dammbruch für die Branche.

Vielleicht ist die Zeit reif dafür. 

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