Freitag, 10. Oktober 2014

Die koreanische (FinTech)-Startup und Banking-Szene

Von Ralf Keuper

Unter den Ländern Asiens nimmt Korea bei den Startups wie auch im Banking für mich eine Sonderstellung ein. Das liegt u.a. an dem für die Verbreitung neuer Technologien ausgesprochen günstigen Umfeld, was nicht nur auf Unternehmen wie Samsung und LG Electronics zurückzuführen ist. Insofern überrascht es nicht, dass Forbes Südkorea als den nächsten globalen Hub für IT-Startups bezeichnet. 3Sat beschäftigt sich in einer Wirtschaftsdokumentation ausführlicher mit dem Hightech-Land Korea. 
Die koreanischen Banken fügen sich nahtlos in das Bild ein. Noch bevor Apple Pay für einen Weckruf in der westlichen Bankenwelt sorgte, reagierten einige namhafte koreanischen Banken auf die sich abzeichnende Entwicklung beim mobilen Bezahlen. So bieten die Hana Bank mit ihrer Hana N Wallet, die Industrial Bank of Korea mit IBK One Money und die Shinhan Bank mit Zoo Money Mobile Wallets an. Überhaupt sind die koreanischen Banken weltweit führend bei der Einführung von NFC-basierten Mobile Payments - Lösungen. Da verwundert es dann auch nicht, wenn die Zahl der Filialen in Korea stark rückläufig ist. 

Die Dynamik auf dem koreanischen IKT- und Bankenmarkt ist im Ausland nicht unbeobachtet geblieben. So gab Google bekannt, nach London und Tel Aviv eine weitere Startup-Initiative (Campus) in Seoul durchzuführen, um dem ohnehin dynamischen Startup-Ökosystem der Hauptstadt weiteren Schwung zu verleihen. Im Süden Seouls residiert D.CAMP, das angehenden Startup-Unternehmern ein inspirierendes und unterstützendes Umfeld bieten will. Vor einiger Zeit stellte e27 acht Acceleratoren aus Seoul vor. Einen weiteren Einblick in die aufstrebende koreanische Startup-Szene gibt der Beitrag Meet Korea’s billion-dollar startups.

Die FinTech-Startup-Szene hat von der dynamischen Entwicklung im Land bisher kaum profitieren können, was vor allem auf die im Vergleich zu anderen entwickelten Industrienationen ausgesprochen strengen regulatorischen Bedingungen für das Mobile Banking und ihm angelagerter Services zurückgeführt wird. 

Dennoch haben sich diesem Umfeld die nachfolgend aufgeführten FinTech-Startups etablieren können:
Das ist durchaus noch ausbaufähig. 

Samsung hat bereits auf Apple Pay reagiert und ist mit seiner Version für das kontaktlose Bezahlen mittels Smartphone in China live gegangen. Dafür ist das Unternehmen, wie schon zuvor Apple, eine Kooperation mit der Kreditkartenorganisation China UnionPay eingegangen, die 80% des chinesischen Marktes für offline payments kontrolliert. China UnionPay ist sogar die größte Kreditkartenorganisation der Welt. Im Jahr 2012 widmete Businessweek UnionPay einen ausführlichen Beitrag. 
Während Samsung dabei ist, einen Fuss in den chinesischen Mobile Payments - Markt zu bekommen, unternimmt Alipay in Korea den gleichen Versuch. Und um das Bild zu komplettieren, gab UnionPay am Mittwoch dieser Woche den Startschuss für seinen online und mobile payment service in Korea. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen