Mittwoch, 31. Dezember 2014

Eine Frage der Diskretion: Bankstil trifft Datenstil

Von Ralf Keuper

Diskretion und Banking gehören seit jeher zusammen. Vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung bekommt die Frage der Diskretion im Umgang mit Kundendaten indes neues Gewicht. Nicht nur, aber auch eine Stilfrage. 

Vor einigen Tagen führten Alfred Fuhr und ich dazu auf der Seite der DAE (Digital Assistance Europe) einen Dialog unter dem Titel Das Internet als Datenmarktplatz braucht Stil und Diskretion

Hier einige vorläufige Gedanken zum Begriff des Datenstils: 

Im Informationskapitalismus, wie ihn u.a. Frank Schirrmacher in die Diskussion gebracht hat, können Daten als Rohstoff betrachtet werden. Der Umgang mit den Daten, die Art und Weise wie mit den eigenen und Daten anderer verfahren wird - der Datenstil -  rückt damit in den Vordergrund. Das führt zu neuen Fragestellungen, die schlussendlich auf der gesellschaftlichen Ebene erörtert werden müssen. In der Sphäre der Ökonomie sind davon all die Organisationen und Institutionen betroffen, die große Mengen von Daten verarbeiten. Hierzu zählen in besonderer Weise die Banken. 
Wie kaum eine andere, privatwirtschaftliche Institution scheint eine Bank dafür geeignet, die Rolle eines Treuhänders, eines Trusted Advisors, eines Anbieters von Trusted Services zu übernehmen. Zu klären ist, inwieweit die digitalen Währungen und die sie unterstützende Technologie der Blockchain diese Rolle verändern werden. 

Von weiterer Bedeutung ist die Integration des Datenstils in das Konzept des Bankstils



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