Donnerstag, 4. Dezember 2014

New Banking: Auf der Suche nach der verloren gegangenen Profit Zone

Von Ralf Keuper

Vor etwa einem Jahr habe ich mich auf diesem Blog in dem Beitrag New Banking: Auf der Suche nach der Profit Zone mit der Frage beschäftigt, wie die Banken auf die Verlagerung der Profit Zone aus ihrem direkten Einflussbereich reagieren könnten, sollten. Anders als in der Vergangenheit, ist es im Zeitalter der digitalen Ökosysteme kaum noch möglich, die gesamte Wertschöpfungskette im eigenen Haus zu behalten. Selbst Apple, Alibaba, Tencent, Google und andere zollen diesem Umstand Tribut. 
Die Banken dagegen, gehen in der Mehrheit noch immer (implizit) davon aus, dass der Kunde von einem geschlossenen System, einem closed shop - quasi von ein und derselben Hand - bedient werden möchte. Darauf deutet auch die derzeit steigende Zahl der Initiativen der Banken bei der Digitalisierung hin. Vorherrschend ist nach wie vor das Denken in geschlossenen Systemen.

Das kann, das wird so nicht mehr funktionieren. 

Die entscheidende Frage ist, wird sein: Wie kann sich eine Bank im digitalen Ökosystem so positionieren, das sie an der Verlagerung der Profit Zone in das Netz partizipieren kann, ohne ihre Eigenständigkeit und den direkten Kontakt zu den Kunden aufgeben zu müssen? Eine äußerst diffizile Angelegenheit, die zu lösen wohl nur wenigen Banken gelingen wird.


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