Freitag, 12. Dezember 2014

New Banking - Ein kurzer Wochenrückblick #9

Von Ralf Keuper

Wie bereits in den letzten Wochen, lieferten die Digitalen Währungen auch in der KW50 ein widersprüchliches Bild. Auf der einen Seite kann Friedemann Brenneis seine Euphorie kaum noch zügeln, wie in Happy Dogeday! Dogecoin hat Geburtstag und in Bitcoin, die Zukunft und der ganze geile Rest, während auf der anderen Seite neue Meldungen über Sicherheitslücken, wie Bitcoin wallet Blockchain.info accidentally introduced a software vulnerability last night die Runde machen. 
Eine, wenn man so will, Zwischenposition nimmt Bernard Lunn in The TCP/IP Of Money Mirage #ripple #stellar #blockstream #ethereum ein. Durchweg positive Signale in Richtung Bitcoin kamen unterdessen von Microsoft und vom Startup Circle Internet Financial, das durch einen ehemaligen Manager von J.P. Morgan Chase & Co. verstärkt wird. 

Überhaupt scheint sich momentan eine leichte Abwanderungswelle aus den Großbanken in Richtung FinTech-Startups Bahn zu brechen, wie im Fall von Imran Khan, der die Credit Suisse verlässt, um bei Snapchat anzuheuern. Derweil erwägt man bei Julius Bär, auf die FinTech-Startup-Szene zuzugehen. Am meisten dürfte die Branche derzeit der Börsengang von LendingClub bewegen. Bankinnovation spricht bereits vom Netscape moment for Fintech
In Deutschland ist Elopay heute offiziell mit seiner P2P-Payment-App an den Start gegangen. Cortal Consors, Initiator der Hello Bank!,  hat seinen Namen in Consorsbank geändert und eine Partnerschaft mit Seedmatch bekannt gegeben. Damit will man bei der Consorsbank der Verbreitung des Crowd-Gedankens Rechnung tragen. Ähnliche Ziele verfolgt die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) in der Schweiz. 

Im Nachrichtenstrom fast untergegangen ist die Meldung, dass IBM und Apple ihre ersten gemeinsamen Apps für verschiedene Branchen vorgelegt haben. Für die Finanzbranche gehen die Apps "Advise & Grow" und "Trusted Advice" an den Start.  

PayPal stellt laut einer aktuellen Untersuchung von YouGov die größte Gefahr für die britischen Banken dar. 

Die Umsetzung der regulatorischen Bestimmungen macht den Banken unverändert zu schaffen. Die Research-Abteilung des britischen Economist und SAP haben in einer aktuellen Untersuchung unter Risk- und Compliance Executives verschiedener Banken u.a. herausgefunden, dass die Bereitschaft "Big Data" - Technologien bei der Betrugsbekämpfung und anderen Delikten einzusetzen gestiegen ist. 
Indessen sind die Deutsche Bank und Barclays ins Visier von Benjamin Lawsky, Chef des New York Department of Financial Services (DFS), geraten. Dabei geht es um mögliche Manipulationen von FX Algorithmen. 

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