Dienstag, 6. Januar 2015

Banking trifft Internetsoziologie

Von Ralf Keuper

In seinem Vortrag Gesellschaft im digitalen Umbruch: Die diskrete Revolution betont der Begründer der Internetsoziologie und Betreiber des Blogs InternetsoziologieStephan Humermehrfach, dass die Digitalisierung nicht nur aus technischer und rechtlicher, sondern auch aus gesellschaftlicher, sozialer Perspektive heraus betrachtet werden muss. Nötig sei daher eine ganzheitliche Sicht. 


Entgegen einer weit verbreiteten Annahme, schließen sich analog und digital für Humer nicht aus. Allerdings lassen sich analoge Gesetzmäßigkeiten nicht so ohne weiteres in die digitale Sphäre überführen. Am Beispiel der Kundenkarte eines Hamburger Discounters versucht Humer zu zeigen, dass die Karte als eine Art Digitaler Tante Emma-Ersatz fungiert. Auch Tante Emma wusste über ihre Kunden gut Bescheid und kannte deren Gewohnheiten. Insofern lässt die Kundenkarte die persönliche Beziehung wieder aufleben. Die Digitalisierung kann Menschen im Innersten berühren.

Ob das auch ein Weg für Banken sein kann, um den Kontakt mit den Kunden nicht zu verlieren? Welche Möglichkeiten bestehen noch, z.B. im Bereich Identity-Relationship-Management (IRM)? und Data Privacy?

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