Donnerstag, 12. Februar 2015

FI-Forum 2014: Ein Blick auf die Welt von Gestern

Von Ralf Keuper

Seit kurzem steht auf Youtube ein Video zur Verfügung, das von dem FI-Forum 2014 berichtet.  



Ein Lichtblick war wohl die Vorstellung der Multikanal-Lösung für die Berater OSPlus_neo, als Bestandteil des DSGV-Projektes "Vertriebsstrategie der Zukunft". 
Nur - was hat der Kunde davon, wenn der Berater demnächst mit einer intuitiven und multikanalfähigen Lösung arbeiten kann - zumal dann, wenn der Kunde seinerseits Apps verwendet, die kaum weniger intuitiv sein dürften und dazu noch den Blick über die Grenzen der Sparkassenorganisation bieten? Prozessdenken statt Service-Denken. Standardisierung statt Individualisierung. 

Den Eindruck bestätigt der Vortrag Der Vertrieb im digitalen Zeitalter. Wieviel Bank braucht der Kunde, in dem der Referent von der GfK festzustellen glaubt, dass die Filiale eine große Zukunft hat. 

Da ist wohl einiges an ihm vorbei gegangen, vor allem mit Blick auf die aktuellen Probleme des Geschäftsmodells

Der Referent von FinTechs - Angriff auf die Geschäftsmodelle der Banken spricht u.a. von "Digitalen Störungen", für die u.a. Uber exemplarisch sei. Als FinTechs werden Amazon und Google vorgestellt - die "Digitalen Störer" müssen - indem man z.B. PayPal exakt nachbaut (scheint nicht schwierig zu sein) - zurückgedrängt, die Kunden von den Banken und Sparkassen gemeinsam nur in die richtige Richtung gelenkt werden. 

Das tut fast schon weh. 

Als Innovation von Morgen werden in einem anderen Beitrag Google Glass und Oculus Swift vorgestellt. Benötige ich als Kunde tatsächlich eine Sparkasse, die mir Google Glass oder Oculus Swift näher bringt?

Verglichen mit George von der Erste Bank in Österreich, wirkt das doch ein wenig altbacken. 

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