Freitag, 29. Mai 2015

Müssen Banken sich in FinTech-Unternehmen verwandeln?

Von Ralf Keuper

Ein häufig zu vernehmender Rat aus den Reihen einiger, nicht aller, ambitionierter FinTech-Propheten ist der, dass die Banken sind schleunigst in FinTech-Unternehmen zu verwandeln haben, wenn sie in Zukunft noch eine Überlebenschance haben wollen. Der wirtschaftliche Erfolg einiger dieser sich als Vorreiter empfindenden FinTech-Startups gibt jedoch bei näherer Betrachtung, jenseits der PR-Meldungen, zur Ernüchterung einigen Anlass.  

Eine digitale Vollbank, die es in den wichtigen Kennzahlen (sofern sie vorliegen) auch nur mit einer mittleren Sparkasse aufnehmen kann, sucht man (noch) vergebens. Insofern lohnt sich hier, wie so oft, der nüchterne betriebswirtschaftliche Blick.  Das Geschäftsmodell der digitalen Bank kann sich als eine Sackgasse erweisen

Wahr ist, dass die Banken sich künftig weitaus mehr als bisher mit dem Segment FinTech wie überhaupt mit FinTech-Startups auseinandersetzen müssen - sei es auf Kooperationsbasis oder durch Übernahmen. In dem Wandel in ein reines FinTech-Unternehmen die alleinige Rettung zu sehen, ist jedoch, angesichts der genannten Mängel, übertrieben.

Die eigentliche Bedrohung der Banken kommt nicht von den FinTech-Startups - sie kommt von den Digitalen Ökosystemen, denen auch zahlreiche FinTech-Startups zum Opfer fallen werden. 

Nicht nur die Banken - auch viele FinTech-Startups werden sich wandeln müssen!

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