Mittwoch, 29. Juli 2015

Banking trifft Internet of Things (IoT), oder: Wenn der Kühlschrank zur Bank wird

Von Ralf Keuper

Das "Netz der Dinge" steckt zwar noch in den Kinderschuhen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Phantasie eine Pause einlegen würde. Die Vordenker haben bereits das Banking als neues Spielfeld entdeckt, wie Matthew Griffin in My fridge can disrupt your bank. Also kein FinTech-Startup, sondern ein profaner Kühlschrank könnte demnächst das Banking aus den Angeln heben. Griffin spielt dazu einige Gedanken durch:
The fridge is already connected to the net and all it would take would be a firmware update to let it and other fridges talk together to form a buying consortium. Now the fridge is one of hundreds of thousands ordering milk and the consortium can begin negotiating deals with suppliers to drive down the price and if your fridge can save you ten cents a litre every time it orders milk then interesting things can begin to happen.
What would happen if the fridge asked you if you’d like to deposit the ten cents you’ve saved into a savings account, or further still what happens if it asks you if you’d like to invest it in shares and what would happen if it wasn’t just ten cents, what would happen if over the course of a year it’s actually managed to save you thousands of dollars?
Ganz so abwegig ist das Szenario nicht. Wenn wir davon ausgehen, dass technische Objekte künftig weitgehend selbständig miteinander kommunizieren können, dann wird auch das Banking von dieser Entwicklung in der einen oder anderen Form betroffen sein. Technische Objekte werden darin eine große Rolle spielen. Ob diese dann die Funktion einer Bank ersetzen können, bleibt dahin gestellt. Weiterhin folgt daraus, dass sich zu den zahlreichen FinTech-Startups auch Startups aus dem Umfeld der Industrial-IT gesellen werden, sie sogar an den Rand drängen können, sofern das IoT die Verbreitung haben sollte, wie sie von einigen prognostiziert wird. Eine Schlüsselstellung dürfte dabei die Blockchain-Technologie übernehmen. 

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