Mittwoch, 4. November 2015

Mobile Commerce wird zur treibenden Kraft im Banking

Von Ralf Keuper

Mit der Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones, Tablet-PCs und demnächst wohl auch Wearables scheinen sich die Versprechen des Mobile Commerce endlich einzulösen. Inzwischen wächst Mobile Commerce 42 Prozent pro Jahr- drei Mal so schnell wie E-Commerce

Insofern kommt es nicht ungefähr, wenn Internetkonzerne wie Alibaba und Tencent von Umsatzsprüngen im Segment Mobile Commerce berichten. 

Es sieht so aus, als würden soziale Medien und Messaging-Dienste dabei die Schlüsselrolle übernehmen. 

Über den Unterschied von Alibaba und Tencents WeChat sagt Nir Kshetri von der University of North Carolina: 
Where Alibaba surpasses WeChat in terms of transactions — facilitating about 50 billion per day — WeChat’s 600 million monthly users give it an advantage, especially around consumer data and behavior.
Einzig Facebooks Messenger Plattform wird zugetraut, WeChats Ansatz erfolgreich kontern zu können:
One system, however, could imitate WeChat’s capabilities in the U.S. In the past year, Messenger has evolved from a Facebook feature to a standalone app — to a blossoming platform. An army of comparable features include apps-within-the-app, like payments, voice and video calls and an equal monthly active user count of 600 million. According to Mark Zuckerberg, it’s a “platform of the future.”
Bereits im Frühjahr diesen Jahres gab Mark Zuckerberg für den facebook messenger das Ziel aus, die dominierende Plattform im E-Commerce zu werden. Nimmt man die neuesten Initiativen von facebook, wie den Local Market hinzu, dann fügen sich die Teile zusammen - ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, die WhatsApp und Instagram noch bieten. 

Sofern dann noch Social Commerce weiter an Fahrt gewinnt, wird es für die Banken immer schwieriger, noch einen Fuss, besser: einen Zeh in die Tür zu bekommen. Banken sind für die digitalen Ökosysteme, wenn überhaupt, nur als Transaktionsabwickler von Nutzen. Für alles andere haben sie eigene Lösungen. Sie würden ökonomisch unklug agieren, wenn sie mit Akteuren teilen würden, auf deren Unterstützung sie schlicht nicht angewiesen sind und deren Konkurrenz, Marktdurchdringung sie nicht zu fürchten brauchen. 

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