Freitag, 26. Februar 2016

Mobile Wallets als Marketing-Plattformen

Von Ralf Keuper

Der Wettlauf unter den Anbietern mobiler Bezahlverfahren um einen Platz an der Sonne bezieht seine Dynamik aus dem Umstand, dass, wer hier eine herausragende Position erobern kann, über vielfältige Möglichkeiten für weitere Geschäfte verfügt. Insofern ergibt es Sinn, wenn Forrester bereits vor einem Jahr schrieb The Future Of Mobile Wallets Lies Beyond Payments; eine Position, die auf diesem Blog in mehreren Beiträgen geteilt wurde. Weitere Unterstützung erfährt diese Annahme aktuell durch Digital Wallet Meets New York Times’ “Modern Love,” Begets Another Marketing Channel. Mobile Payments sind so etwas wie "der" neue Medienkanal. Folgerichtig daher, wenn Medienkonzerne sich dem Thema nähern.

Die sich abzeichnende Entwicklung plastisch vor Augen führt der Beitrag How Mobile Payments Reshape Lifestyles. Dort heisst es über das Bezahl-und Kaufverhalten einer großen Anzahl von Chinesen, die vor allem auf die Lösungen von Alibaba und Tencent zurückgreifen: 
Alibaba and Tencent have facilitated this. Beyond linking their payment systems to their own e-commerce sites and to apps that deliver meals, taxis, massages and other goods and services, they have also signed up millions of traditional retailers—from restaurants and mom-and-pop shops to Wal-Mart Stores. Alipay charges merchants a maximum of 0.6% of each transaction in China. WeChat’s charges vary.
Und wenn dann noch Meldungen erscheinen, wonach selbst in Deutschland Mobile Commerce stetig wächst, dann wird es wohl auch hierzulande nicht mehr allzu lange dauern, bis Mobile Wallets zur zentralen Drehscheibe im Banking, Handel und in der Medienindustrie werden. 

Weitere Informationen:

Warum es Apple um mehr als "nur" den Bezahlvorgang geht

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