Donnerstag, 3. März 2016

Banking in der Plattformökonomie #3

Von Ralf Keuper

Dass digitale Plattformen momentan dabei sind, ehemals fest gezogene Branchenstrukturen zu verändern, war auf diesem Blog erst vergangene Woche ein Thema. Wie weit diese Entwicklung schon voran geschritten ist, zeigt die Studie The Rise of The Platform Enterprise sehr eindrücklich. 

Darin wird zwischen verschiedenen Arten von Plattformen unterschieden:
  • Transaction (Uber, PayPal, eBay)
  • Innovation (Intel, SAP, Microsoft, Salesforce, Oracle)
  • Integrated (Apple, Google, Amazon, Alibaba, Facebook)
  • Investment (SoftBank, Rocket Internet, Naspers)
Eine weitere Unterteilung erfolgt auf der Betrachtungsebene Enterprise:
  • Asset Heavy (Daimler, GE, Samsung)
  • Mixed (Apple, Amazon, Xiaomi)
  • Asset Light (Google, Uber, Airbnb)
Banken spielen in diesem Segment bisher keine nennenswerte Rolle. Banken ebenso wie Fintech-Startups werden in dem beschriebenen Koordinatensystem ihren Platz finden müssen, sofern sie noch eine relevant Rolle in der Wirtschaft spielen wollen. 
Stand heute wären als Plattformtyp die Kategorie Transaction und unter Enterprise die Kategorie Asset Light am nahe liegendsten. 

Der Report weist auch darauf in, wie wichtig die Etablierung einer passenden Governance-Struktur für eine funktionierende Plattform ist. Hinzu kommen noch hohe Anforderungen an das Management und die Personalführung wie überhaupt an das Organizational Design. Alles Punkte, in denen die Banken noch großen Nachholbedarf haben. 

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