Dienstag, 19. April 2016

HBCI: Die erste wirkliche API-Initiative im Banking

Von Ralf Keuper

In Deutschland neigen wir dazu, uns als technologischen Nachzügler zu betrachten; jedoch gibt es Bereiche, in denen wir Pionierleistungen vollbringen - und das ausgerechnet im konservativen Bankwesen. In dem lesenswerten Blogbeitrag Why Germany’s banks are the most open in the world bezeichnet Tim Green die HBCI-Initiative der deutschen Banken, die im Jahr 1995 startete, als erste wirkliche API-Initiative im Banking. Während sich die Bestrebungen, die eigenen Schnittstellen Dritten zu öffnen, in anderen Ländern auf einzelne Banken beschränken, hat man in Deutschland mit HBCI einen einheitlichen Standard für die Bankenbranche kreiert: 
Evidently, these initiatives are mostly experiments by individual banks. So far the only truly collaborative API initiative has come from Germany.

Back in 1995 the German Bankers Association created HBCI (Home Banking Computer Interface) to help the country’s smaller banks extend access to account information without having to build expensive front end services.

The protocol - later re-born as FinTS/Financial Transaction Services - is now supported by more than 2,000 banks and has given rise to some extremely popular third party apps.
Auf Wikipedia steht: 
Herausragende Merkmale von HBCI sind die Bankenunabhängigkeit, die Providerunabhängigkeit und die öffentliche Verfügbarkeit des Standards. Dadurch ist es prinzipiell jedem Programmierer oder Softwarehersteller möglich, eine Implementierung der Client-Seite von HBCI zu erstellen und damit auf alle HBCI-fähigen Banken zuzugreifen. Der Standard sieht dazu mehrere Möglichkeiten der Authentifizierung vor. Inzwischen stellen eine Vielzahl von Anbietern die notwendigen Softwarebausteine bereit.

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