Dienstag, 17. Mai 2016

Innovationen im Banking mit McKinsey & Co.?

Von Ralf Keuper

Bei der Suche nach Antworten auf die Herausforderungen im Banking richtet sich der Blick schnell nach McKinsey & Co und deren zahlreiche Studien. Nur - wie steht es eigentlich um die Innovationsfähigkeit der Strategieberatungen? 
Walter Kiechel kommt in The Lords of Strategy zu dem Befund, dass die Branche seit Jahrzehnten eigentlich keine echte Innovation mehr hervorgebracht hat. Die letzten Errungenschaften waren die 9-box matrix sowie die Branchenstrukturanalyse und Wertkette von Michael Porter. Als einzigen Lichtblick lässt Kiechel die Strategie des Blauen Ozeans gelten.  
In seinen Beiträgen Why Management Consulting Will Be Disrupted weist Jay Deragon darauf hin, dass die meisten Beratungshäuser es bis jetzt versäumt haben, eine plausible Antwort auf die neuen Herausforderungen, Stichwort: Digitalisierung, zu finden. Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass die Berater sich in der Welt von Gestern bzw. in Gestalteten Umwelten (Karl Weick) bewegen. Jens-Uwe Meyer sieht in Warum die Berater das nächste Opfer der Digitalisierung sind für die Zukunft von McKinsey & Co. daher schwarz. 

Das Schema, das einem von McKinsey & Co. geboten wird, hat sich seit Jahrzehnten eigentlich kaum geändert. Die Empfehlungen bewegen sich zwischen den Beiden Polen Differenzierung und Kostensenkung bzw. eine Kombination daraus. Das gilt auch für das Modell der Digital Bank von McKinsey. 

Das ist alles in allem nicht wirklich innovativ, wie auch Gunnar Sohn in Unternehmen als soziales Laboratorium – Abschied von den McKinsey-Schnelldusch-Managern der Deutschland AG #nöcbn meint. 

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