Donnerstag, 30. Juni 2016

Euro-Banken in der Gefahrenzone?

Von Ralf Keuper

Glaubt man den verschiedenen Berichten, dann befinden sich die Banken der Eurozone derzeit in akuter Gefahr.  Das gilt in besonderer Weise für die Deutsche Bank, die, wie Zerohedge berichtet, derzeit das größte Risiko für das globale Finanzsystem darstellt. Einige wähnen die Euro-Banken gar im "Tal des Todes". Diese pessimistische Sicht teilt Martin Weiss in 6 Big Eurozone Banks on the Brink. Gestützt wird diese Ansicht allgemein durch die Meldung, wonach die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bei zahlreichen europäischen Banken ein hohes Maß an faulen Krediten moniert. Zu allem Überfluss kommt nun der Brexit mit seinen bisher noch unabsehbaren Folgen hinzu. Moody's hat jedenfalls den Ausblick für 12 britische Banken gesenkt. Insofern scheinen sich nicht nur die Euro-Banken in schwierigem Fahrwasser zu befinden. 

Aber auch in den USA ist nicht alles eitel Sonnenschein. Dort bereitet Wells Fargo und anderen die Entwicklung auf dem Energiesektor Sorge. Erste größere Abschreibungen auf die entsprechenden Darlehen sind die Folge, wie aus Banking Stocks Feel the Pinch of Energy Loan Defaults hervorgeht. 

Und auch in China sind einige Banken gezwungen, Abschreibungen in Milliardenhöhe auf Kredite vorzunehmen. 

So gesehen sitzen die Banken derzeit alle in einem Boot. Ob das Boot zu kentern droht, steht noch nicht fest. Die Lecks können noch gestopft werden, solange sich die Großwetterlage nicht gravierend ändert ... 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen